Interview mit Christina Ferschen · Neue Jugendwartin des GC Duvenhof
Mit Herz, frischen Ideen und Begeisterung für unsere Jugend
- Christina, wer bist du, und was machst du, wenn du nicht auf dem Golfplatz unterwegs bist?
Ich bin Mutter von drei Kindern, beruflich als Flughafenberaterin und selbstständige Mentorin im Bereich Persönlichkeitsentwicklung unterwegs – und eigentlich immer für neue Ideen und Abenteuer zu haben. Ich liebe das Meer und besonders das Surfen, mache gerne Yoga und verbringe unglaublich gerne Zeit mit Familie und Freunden. Langweilig wird mir eigentlich nie!
- Wie seid ihr als Familie zum Golfsport und zum GC Duvenhof gekommen?
Zum Golf sind wir über die Großeltern gekommen, die unsere beiden Jungs einmal mitgenommen haben. Zum Duvenhof führte uns dann ihr Freund Paul. Gemeinsam ging es auf die Driving Range, danach zum Probetraining – und die Jungs waren begeistert! Für mich zählen bei einem Hobby vor allem Spaß, Freundschaften und Gemeinschaft. Wenn die Freunde schon da sind, ist das ein wunderbarer Anfang.
- Spielst du inzwischen selbst Golf?
Ich habe meine Platzreife gemacht und dem Golfsport eine echte Chance gegeben. Aber ich muss gestehen: Der Funke ist bei mir persönlich nicht so richtig übergesprungen! Meine sportlichen Leidenschaften liegen wohl woanders. Umso schöner finde ich es, die Begeisterung meiner Kinder zu unterstützen. Man muss ihre Interessen ja nicht selbst teilen, um sich dafür zu engagieren.
- Was hat dich bewogen, Jugendwartin zu werden?
Eigentlich bin ich dazu gekommen wie die Jungfrau zum Kinde! Ich hatte die Jungs zum Golfcamp gebracht und wollte erst einmal schauen, was sie dort so treiben. Wenig später fragte mich Michael überraschend, ob ich Jugendwartin werden möchte. Ich war perplex – vom Golf hatte ich schließlich kaum Ahnung! Aber er hat mir die Aufgabe so sympathisch schmackhaft gemacht, dass ich dachte: Warum eigentlich nicht? In unseren drei Jahren in den USA habe ich erlebt, wie wertvoll ehrenamtliches Engagement für eine Gemeinschaft ist. Das möchte ich gerne einbringen.
- Was gefällt dir an der Jugendarbeit, und wo siehst du Möglichkeiten?
Ich finde es schön, über den Sport an der Welt unserer Kinder teilzuhaben. Für die Zukunft wünsche ich mir vor allem ein lebendiges Miteinander. Unser Eltern-Kinder-Event mit Spielen, Pizza und vielen Familien war ein toller Anfang – danke an alle, die mitgeholfen haben! Aus Amerika habe ich mitgenommen, wie viel entstehen kann, wenn jeder ein bisschen mitmacht. Genau das möchte ich stärken.
- Was ist dir im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und Eltern wichtig?
Zusammenhalt, Wertschätzung und gegenseitige Unterstützung. Kinder sollen erleben, dass sie selbst etwas bewegen können. Meckern ist einfach – gemeinsam etwas zu verändern macht viel mehr Spaß! Dazu gehört, zuzuhören und Wünsche ernst zu nehmen. Ich wünsche mir eine Gemeinschaft über Trainingsgruppen und Altersgrenzen hinweg, in der Freundschaften entstehen.
- Wie können wir neue Kinder für den Club gewinnen?
Indem wir ihnen ermöglichen, Golf unkompliziert auszuprobieren: etwa mit Schul-AGs, Mitmachaktionen auf Schul- und Sportfesten, Schnuppertagen, offenen Feriencamps oder „Bring a Friend“-Aktionen. Wir selbst sind schließlich über einen Freund zum Duvenhof gekommen. Genauso wichtig ist, dass neue Kinder sich vom ersten Moment an willkommen fühlen.
- Wie zeigen wir Kindern, dass Golf Spaß macht?
Begeisterung kann man nicht erzwingen – aber die Bedingungen schaffen, damit sie entsteht. Kleine Challenges, Teamwettbewerbe, Camps und gemeinsame Erlebnisse helfen dabei. Die Freude am Sport selbst muss natürlich dazukommen. Gerade in Zeiten von Bildschirmzeit und schulischem Druck kann ein Verein außerdem ein wertvoller Ort für echte Freundschaften und Gemeinschaft sein.
- Was möchtest du künftig besonders fördern oder neu ausprobieren?
Ich möchte erst einmal auf dem aufbauen, was da ist, statt gleich das ganz große Rad zu drehen. Unkomplizierte gemeinsame Veranstaltungen wie unser Eltern-Kinder-Event würde ich gerne regelmäßig anbieten. Und ich möchte verstehen, was die Jugendlichen motiviert, etwa an Turnieren oder Ligaspielen teilzunehmen – und was sie vielleicht davon abhält. Am besten fragen wir sie selbst!
- Welche Rolle spielen die Eltern?
Ich wünsche mir, dass wir Eltern nicht nur Fahrdienst sind, sondern auch Teil der Gemeinschaft. Meine Jungs finden mein Engagement gelegentlich ziemlich peinlich: „Mama, warum musst du dich immer überall einmischen?“ Aber wenn niemand etwas macht, findet irgendwann auch nichts statt! Je mehr Eltern sich nach ihren Möglichkeiten einbringen, desto weniger bleibt an Einzelnen hängen – und desto mehr leben wir unseren Kindern Engagement vor.
- Wie können sich die Kinder am Duvenhof zu Hause fühlen?
Der Duvenhof könnte für sie auch außerhalb des Trainings ein Treffpunkt sein. Vielleicht gibt es Möglichkeiten, Golfbags im Club aufzubewahren, damit die Kinder selbstständig mit dem Fahrrad kommen können, oder einen gemütlichen Raum zum Zusammensitzen. Auch besondere Jugendangebote wären spannend. Was bereits möglich ist, möchte ich erst noch herausfinden – und freue mich auf Ideen aus der gesamten Gemeinschaft.
- Welche drei Wünsche hast du für die Jugendabteilung?
Erstens eine engagierte Elternschaft, die Ideen und Eigeninitiative mitbringt. Zweitens Begeisterung, die ansteckt – durch motivierendes Training, Erfolgserlebnisse und Freude am Golf. Und drittens eine Jugend, die sich am Duvenhof rundum willkommen fühlt und ein selbstverständlicher, wertgeschätzter Teil des Clublebens ist.
- Was können die Jugendlichen besser als du?
Ganz klar: Golf spielen! Und zwar vermutlich ausnahmslos alle!
- Was war dein schönster Moment mit der Golfjugend?
Unser erstes gemeinsames Eltern-Kinder-Event! Ich habe mich riesig über die vielen Familien und die tatkräftige, großzügige Unterstützung einiger Eltern gefreut. Die entspannte Atmosphäre und das fröhliche Miteinander haben gezeigt, wie viel Potenzial in unserer Gemeinschaft steckt. Hoffentlich war das erst der Anfang!
- Was würdest du in drei Jahren gerne berichten?
Dass wir eine große, aktive Golfjugend haben, in der echte Freundschaften entstanden sind und die Kinder sich auch außerhalb des Golfplatzes treffen. Und dass eine lebendige Elternschaft mit Ideen, Engagement und Freude das Clubleben mitgestaltet. Eine Gemeinschaft, in der viele gemeinsam etwas bewegen – das wäre wunderbar!
- Warum sollten Kinder ohne Golferfahrung vorbeischauen?
Probieren geht über Studieren! Man muss nicht sofort begeisterter Golfspieler werden, nur weil man einen Schläger in die Hand nimmt. Aber vielleicht entdeckt man dabei eine neue Leidenschaft. Ich finde, man sollte neugierig bleiben und neuen Dingen eine Chance geben – und der Duvenhof ist dafür sicherlich ein wunderbarer Ort!



