Interview mit unserem Schatzmeister Aiko Schellhorn
Interview mit unserem Schatzmeister Aiko Schellhorn
- Wie und wann bist du zum Golfsport gekommen?
Ich habe schon als Jugendlicher ein paar Jahre in Kiel (Golf-Club Kitzeberg) gespielt. Meiner Mutter wurde beim Segeln immer schlecht, so dass meine Eltern zum Golfen wechselten (da mussten wir mit dem Fahrrad nur durch den Wald zum Platz fahren).
- Seit wann bist du Schatzmeister im Golfclub Duvenhof und was reizt dich an der Arbeit als Schatzmeister besonders?
Unser Herren-Captain KP hat mich vor 3 Jahren „in die Rolle des Kassenprüfers gedrängt.“ Das habe ich dann zweimal erfolgreich absolviert. Von dieser Position aus ist es dann nicht mehr weit zum CFO.
- Welche Aufgaben gehören als Schatzmeister hauptsächlich zu deinem Alltag?
Ja, Alltag passt schon ganz gut. Es ist nicht gerade wenig zu tun – vor allen Dingen, wenn man noch einen Vollzeitjob hat. Das erste Jahr der Einarbeitung war aufwendig, von nun an hoffe ich auf etwas mehr Erfahrung. Daneben habe ich auch noch Personalverantwortung mit unseren drei Mitarbeitern. Aber die machen es mir leicht. Wichtig ist es, monatlich zu sehen, wie sich die Einnahmen und Ausgaben entwickeln und ob das Budget gehalten wird. Häufig kommen Fragen: können wir uns das leisten. Da gilt es abzuwägen, ob eine Maßnahme sinnvoll und nachhaltig ist.
- Worauf legst du bei der Finanzplanung des Clubs besonderen Wert?
Wir müssen einen bestimmten Sockel als Finanzreserve haben. Die laufenden Ausgaben verfolgen immer das Ziel, die Golfanlage „in Schuss“ zu halten oder sogar zu verbessern. Jedes Mitglied soll profitieren. Mir ist es wichtig, dass jeder versteht, dass wir im Vorstand den Mitgliedern dienen und es für uns kein Selbstzweck ist.
- Welche Rolle spielen Sponsoren und Partner für den Club?
Sponsoren und Partner sollen eine weitere Säule werden, die uns eine gewisse finanzielle Stabilität geben. Jedes Mitglied sollte nach seinen Möglichkeiten etwas zum Vereinsleben beitragen. - Dazu kann auch nur der Besuch der Gastronomie gehören.
- Welche Ziele hast du persönlich als Schatzmeister für die kommenden Jahre?
Wir wollen die Spirale nach oben drehen. Letztlich ist es das Ziel, irgendwann eine Beitragsstabilität zu erreichen. Dafür müssen wir erstmal Geld in die Hand nehmen, die Anlage in einen guten Zustand bringen, diesen Zustand der Öffentlichkeit präsentieren, dadurch neue Mitglieder gewinnen und dann die notwendigen Ausgaben auf mehr Schultern zu verteilen.
- Was sind die größten finanziellen Herausforderungen eines Golfclubs heute?
Auf der Einnahmenseite: Die Mitglieder erwarten, dass das alles nicht viel kosten darf. Ich für mich denke immer: Welch ein Privileg ist es, Golf zuspielen. Der Jahresbeitrag entspricht doch in etwa einem kleinen Jahresurlaub. Der ist nach 1 bis 2 Wochen vorbei. Und bei uns bekomme ich fast 12 Monate grenzenloses Golfvergnügen. Das ist es mir wert.
Auf der Ausgabenseite: insbesondere die Ausgaben für die Platzpflege werden steigen. Das müssen sie auch, denn es gibt noch einiges zu tun. Aber es wird sich lohnen.
- Welche Einnahmequellen sind für unseren Club besonders wichtig?
Mit den Beiträgen decken wir die Standardkosten, mit Greenfees und Spenden leisten wir uns die gewissen Extras.
- Welche Rolle spielen Mitgliederzahlen für die finanzielle Stabilität?
Eine große Rolle. Wir brauchen mehr Schultern, um die Lasten zu teilen.
- Wo liegen die größten Kostenfaktoren im Clubbetrieb?
Wir werden nicht umhinkommen, mehr Arbeiten zu automatisieren und die Greenkeeper für Sonderarbeiten einzusetzen.
- Was macht den Golfclub Duvenhof für dich besonders?
Ich finde, es für mich ein Privileg, an einem Samstag 18-Loch Golf zu spielen und vom 7. oder 11. Grün zurückzusehen, wie schön das hier alles aussieht.
- Beschreibe den Duvenhof mit drei Worten.
Tolle Landschaft, anspruchsvoller Platz, viele entspannte Menschen
- Wie wichtig ist dir das Clubleben abseits des Sports?
Leider arbeite ich noch 3.5 Jahre voll und habe auch noch andere Hobbies. Da muss das Clubleben warten. Aber es ist eine richtige Frage: Das Clubleben ist wichtig, das macht es letztlich aus. Vom 18.- Loch direkt zum Auto gehen – davon halte ich nichts.
- Welche persönlichen Ziele hast du im Golfsport?
Einfach mal regelmäßig 2- bis 3-mal in der Woche spielen. Dann wird auch das HCP besser. Leider bin ich kein Naturtalent und muss üben.
- Welche Charaktereigenschaften helfen, um im Golf erfolgreich zu sein?
Konzentration im Kopf, Fitness im Körper.
- Frühstart oder Abendrunde?Abendrunde
- Lieber vgw oder Scramble?Scramble
- Lieblingsschläger im Bag?Eisen 7
- Lieblingsbahn? 7 und 11
- Auf Sicherheit spielen oder Risiko? Hau den Lukas
- Dresscode oder eher locker?Immer eine kurze Hose
- Dein schönster Golfmoment bisher?Der GCD
- Warum lohnt es sich, Teil unseres Golfclubs zu sein?Hier kann man etwas bewegen
- Ohne Golf wäre mein Leben……weniger bereichert
Wir bedanken uns herzlich bei Aiko für das Interview.


