Spielbericht zum 2. Ligaspiel am 20.06.2026 im GC Residence Rothenbach
Wer nicht weiß, wo der „Golf Club Residence Rothenbach“ liegt, dem sei geholfen: Zwischen Heinsberg und Roermond, kurz hinter Wassenberg, unmittelbar an der niederländischen Grenze. Elendig weit weg, fast 1 Stunde Anfahrt. Ich dachte immer, je anspruchsvoller die Spielklasse, desto weiter weg liegt der Gegner und umgekehrt … offensichtlich habe ich da etwas falsch abgespeichert.
Gemäß eigener Aussage auf der Homepage ist die 9-Loch-Anlage in Rothenbach der erste Golfpark mit Flutlicht Deutschlands. Wir haben uns mächtig angestrengt, dass wir das noch nutzen können, kamen aber doch deutlich vor Einbruch der Dämmerung ins Ziel, kurz vor der Mittsommernacht. Schade, dass wäre sicherlich eine interessante Erfahrung gewesen.
Die Spielbahnen sind recht kurz, fordern die Spieler jedoch durch nahe Ausgrenzen und reichlich Baumbestand. Den Driver braucht man eigentlich nur an einem Loch, der 3, wenngleich die 220m Minimum ins Dogleg nicht für jeden erreichbar sind. Das gilt nicht nur physisch, sondern vielmehr auch psychisch, da man an den engen Abschlägen, insbesondere Bahn 2 und 7, nicht nur rechts die Bäume hat, sondern links bedrohlich die Ausgrenze zum Naturreservat verläuft. Mithin spielt man immer mit einer gewissen Blockade im Kopf, traut sich nicht so recht, den Schlag richtig durchzuziehen. Na ja, und was dann dabei herauskommt, ist jedem klar. Self-fullfilling.prophecy!
Auch interessant ist das deutlich voneinander abweichende Trinkverhalten auf der Runde. Benötigten einige Spieler lediglich 1 Liter Flüssigkeit auf der Runde bei über 30 Grad Außentemperatur, nahmen andere die „vierfache Menge“ zu sich. Auch hierüber kann man nochmals nachdenken, so doch derjenige Spieler mit dem höchsten Flüssigkeitsbedarf auch die beste Runde von uns und die Zweitbeste overall reingebracht hat. Glückwunsch Michael (II), eine 83 bei den Bedingungen auf einem fremden Platz, weiter so!
Trotz zunächst ungünstiger Startvoraussetzungen - ein Spieler meldete sich (unglücklicherweise) nur wenige Stunden vor Spielbeginn krank, so dass kein Ersatz mehr beschafft werden konnte, mithin alle Spieler gewertet wurden, da der „Streicher“ entfiel - hat sich das Team mit einem 2. Platz behauptet. Sehr schön, das macht es dem Berichtschreiber, bekanntermaßen immer derjenige mit der „Roten Laterne“, leichter, über sein Unvermögen hinwegzugehen. Hatte ich mir doch für diese Saison vorgenommen, ausschließlich die Kollegen schreiben zu lassen …
Am 1. Juli-Wochenende gibt`s dann das Heimspiel. Dann könnte es doch 1 Treppenstufe nach oben gehen. Jungs, haut sie weg! Good luck dafür.
Sven



