Spielbericht zum 4. Ligaspiel am 15.08.2026 im GC Loherhof
Der Golfpark Loherhof präsentiert sich auf dem Papier als durchaus freundlicher Par-68-Platz mit knapp 5.000 Metern Länge. Klingt nicht nur kurz – ist er auch. Allerdings hat man zumindest auf den ersten neun Löchern offenbar beschlossen, neben der Länge auch bei der Breite zu sparen.
Bei hochsommerlichen Temperaturen starteten wir auf den ersten neun Bahnen, die eher an einen klassischen Parkland-Kurs erinnern: Schmale Fairways, zahlreiche Bäume und unangenehm nahe Ausgrenzen. Präzision war also gefragt – eine Eigenschaft, die an diesem Spieltag leider nicht unbedingt zu meinen Kernkompetenzen gehörte.
Auf den zweiten neun Löchern wurde das Gelände deutlich offener, dafür frischte der Wind merklich auf. Mehr Platz hätte meiner eher großzügig „breiten“ Spielanlage eigentlich entgegenkommen müssen. Tat es aber nicht. Immerhin konnte ich nun auch auf breiteren Bahnen eindrucksvoll demonstrieren, dass man nicht zwingend das Fairway treffen muss. Eine nennenswerte Verbesserung des Scores wollte sich jedenfalls nicht mehr einstellen.
Der Rest der Mannschaft hatte das grundlegende Konzept „Ball zwischen den Ausgrenzen halten“ erfreulicherweise deutlich besser verstanden und lieferte durchaus gute Ergebnisse ab.
Die größte Präzision legte einmal mehr Thorsten Otte an den Tag. Mit einer starken 78 führte er unsere Mannschaft an, gefolgt von Erich Czerny (85), Michael Keith (88), Frank Erbach (89) und Sven Hartung (90).
Für die Tageswertung bedeutete das am Ende Platz drei – lediglich zwei Schläge hinter der Erftaue. Den Tagessieg sicherten sich die Mannen vom heimischen Loherhof. Damit könnte die Ausgangslage vor dem Saisonfinale kaum spannender sein: Vor dem letzten Spieltag liegen wir punktgleich mit der Erftaue an der Tabellenspitze.
Die Entscheidung fällt also tatsächlich erst am letzten Spieltag im GC Mergelhof. Leider kann ich der Mannschaft diesmal nicht den gewohnt zuverlässigen Rückhalt bieten und ein andere wird den Bericht zum letzten Spieltag schreiben müssen, aber ich werde die Daumen drücken.
Besser könnte man sich ein Saisonfinale kaum wünschen: Ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem am Ende jeder einzelne Schlag zählen kann.
Nie wieder sechste Liga!
Michael Nowak



